Unfruchtbarkeit, gynäkologische Erkrankungen und Wechseljahresbeschwerden – neue Erkenntnisse der Ganzheitstherapie
Seit einigen Jahren nimmt Dr. med. Michael Zimmermann, Badenweiler, zu aktuellen Gesund-heitsfragen in BIO Stellung. Vielen hat er mit seinem Ärzte- und Therapeutenteam schon geholfen, mit hartnäckigen Leiden und Beschwerden fertig zu werden. Heute beschäftigt er sich mit dem Thema Frauenleiden.
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BIO:
Herr Dr. Zimmermann, die Bundesrepublik zählt mittlerweile zu den geburtenschwächsten
Ländern Europas. Dabei wünschen sich viele Ehepaare nichts sehnlicher als ein
eigenes Kind. Nun hat man festgestellt, dass nicht nur zunehmende
Umweltbelastung, sondern auch chronische Verdauungsprobleme sehr häufig damit
in Zusammenhang stehen. Wie kann man aus Ihrer Sicht Probleme lösten bzw.
welche Erfahrungen haben Sie in der Praxis damit gemacht?
Dr. Zimmermann: Was die angesprochene Umweltbelastung
angeht, so tut hier vor allem Aufklärung not, um zu wissen, wogegen wir uns zu
schützen haben. Nun ist die hohe Belastung von Luft, Wasser und Boden und damit
unseren Nahrungsmitteln den meisten Menschen bekannt. Doch lassen Sie mich in
diesem Zusammenhang auf einen weitgehend unbekannten Umstand der unmittelbaren
Schadstoffvergiftung hinweisen, dem jedermann weitgehend unbewusst ausgesetzt
ist.
Wenn Kleidung zum Gift wird
So hält der einstige
Chef des zum Berliner Bundesgesundheitsamtes (BGA) gehörenden Instituts für Wasser-,
Boden- und Lufthygiene, unsere Kleidung für die allernächste Umwelt Ausdünstungen
aus Textilgewebe seien für den Menschen „die konzentrierteste Form der
Zuführung von Wirkstoffen", warnt der Umweltmediziner, da jedes Kleidungsstück
wie ein großes Pflaster der Haut aufliegt, so dass sich durch Schweiß und Wärme
chemische Inhaltsstoffe herauslösen und in den Organismus eindringen können.
Ein bislang völlig
unterschätzter Schadstofftransfer setzt ein, und das mit hochgiftigen Substanzen,
wie Pestiziden oder PCB (polychlorierte Biphenyle) oder dem hochgefährlichen
Lindan, von dem man von einer schwerst erkrankten Mode-Boutique Besitzerin
einen Rekordwert von 486(!) Mikrogramm des Insektenkillers pro Liter Blutserum
fand. Hier Bescheid zu wissen, heißt also sich schützen können! Etwa durch
gründliches Waschen neuer Kleidung, vor allem bei Säuglingskleidung und
vermeintlichen Naturstoffen, wie Baumwolle oder Seide aus dem Ausland.
Gegen zahllose
andere Umweltgifte können wir uns als Großstadtmenschen oder Industriearbeiter
jedoch nur unvollkommen schützen, da wir unsere jeweilige Lebenssituation
vielfach nicht grundlegend ändern können. Doch können wir etwas sehr
Dynamisches tun, um mit Stoffwechsel- wie auch Umweltgiften besser fertig zu
werden: Nämlich unseren Körper ertüchtigen! Ich stelle hier ein
5-Punkteprogramm vor, mit welchem jedermann sofort beginnen und positive Wirkung
erzielen kann.
1. Die Funktionen unseres Verdauungssystems zu verbessern: Das bedeutet,
die mit 4.000 mikroskopischen qm größte Kontaktfläche des Körpers mit der
Umwelt zu aktivieren für eine bessere Resorption, also Aufnahme von
Wertstoffen, wie etwa den Schutz-Vitaminen A, E und C, sowie von
Spurenelementen wie beispielsweise Selen, das von Schwermetallen und so
genannten freien Radikalen zu schützen vermag. Auch die Entgiftungsfähigkeit
von Darm und Drüsen wird hierdurch angeregt, da zahlreiche Gifte, Medikamente,
aber auch Schwermetalle, wie Quecksilber, Kupfer und Blei, über die Schleimhaut
des Dickdarmes und über die Leber ausgeschieden werden.
In diesem
Zusammenhang muss auch angesprochen werden, dass deutsche Kinder internationale
Spitzenreiter sind, was ihre Belastung mit den gefährlichen chlorierten
Kohlenwasserstoffen (CLKW) angeht. Man vermutet einen Zusammenhang mit dem
Auftreten von Leukämien und Fehlbildungen bzw. der Häufung von Tumoren. Aus der
Tatsache, dass die höchsten Werte bei Neugeborenen gemessen wurden, ist ersichtlich,
dass das von der Natur vorgesehene Filterorgan der Mutter, die Plazenta, das
Ungeborene oft nicht mehr schützen kann.
Das bedeutet
andererseits aber auch, dass jegliche Funktionsverbesserung des mütterlichen Organismus
eine günstigere Situation für das Ungeborene schafft.
Wie katastrophal es
um die Gesundheit des Verdauungssystems aussieht, ist mühelos ablesbar an der
Rate des Darmkrebses, die heute an vorderster Stelle steht. Ein Krebs kann sich
nur in einem gestörten Organ entwickeln! Darmverbesserung bedeutet nun einerseits
Darmpflege durch Reinigungsmaßnahmen wie regelmäßig und mühelos selbst
durchzuführende Einläufe mit warmem Wasser - wie andererseits eine „angemessene"
Ernährung - das heißt, der Art der Darmschädigung entsprechend!
Hier gilt als
Kernsatz: „Nicht, was wir essen kommt uns zugute, sondern ausschließlich das,
was wir verwerten können". Entgegen landläufiger Meinung wird das vielfach eine
leicht aufschließbare und sehr schonend zubereitete Kost sein. Guten Anhalt
bietet hier ein im Haug-Verlag erschienenes Buch „Die Darmreinigung".
2. Reichliches Trinken dünn gebrühter Heilkräutertees wirkt
blutverdünnend, verbessert die Zirkulation und fördert hiermit die Ausscheidung
wasserlöslicher Gifte über die Niere.
3. Regelmäßige, doch maßvolle Bewegung sorgt für eine gute Durchblutung,
aktiviert die Verdauungsorgane und belebt die Atmung.
4. Kultivierung der Atmung durch gezielte Atemtherapie, wie auch durch
Bewegung erhöht die Sauerstoffaufnahme des Organismus und verbessert so die
Oxydation, also die Verbrennung von Giften. Dieser Schlüsselgedanke steht auch
hinter der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie des Atomphysikers Prof. Manfred von
Ardenne, welche mit dieser Zielsetzung einsetzen.
5. Medikamentöse Behandlung durch erfahrene ärztliche Anleitung mit
Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Sinne der Orthomolekularmedizin.
Hier war wegweisend der Nobelpreisträger prof. Linus Pauling tätig.
BIO:
Sie haben uns hier ein umfassendes und in seiner Durchführbarkeit für jedermann
überzeugendes Konzept vorgelegt, wie man auch in einer belasteten Umwelt selbst
aktiv zur Gesundung beitragen kann. Wäre es dann nicht sinnvoll, einem
Elternpaar zu raten, sich gemeinsam auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, um
so gesündere Vorraussetzungen für das werdende Leben zu schaffen. Und - gibt es
denn Unterschiede zwischen Neugeborenen von Müttern mit einem sanierten Verdauungssystem und
anderen Babys.
Dr. Zimmermann: Es wäre nicht nur sinnvoll, sondern ein von
hoher Verantwortung getragener Gedanke, sich auf das neue Leben vorzubereiten!
Denn die Mutter soll ja für die Mühen der Schwangerschaft mit einem gesunden
Kind belohnt werden und das Kind hat ein Recht darauf, den Lebenskampf in
voller Gesundheit anzutreten!
Viele Beschwerden in
der Schwangerschaft wären in ihrer Gefährdung für Mutter und Kind übrigens vermeidbar,
wenn man rechtzeitig für eine Sanierung des Verdauungssystems Sorge tragen würde.
Dann würde sich auch die alte Erfahrung bestätigen: Das erste Kind macht die
Mutter gesund, das zweite Kind macht die Mutter schön. Verständlicherweise
zeichnen sich die Kinder von solchen Müttern sich eine bemerkenswerte
Stabilität und harmonische Entwicklung aus.
BIO:
Das erfahren wir auch immer wieder aus unserem Leserkreis. Welch positive
Wirkung vor allem eine stationäre Darmsanierung und Entgiftungstherapie auf den
Organismus ausübt - und das nicht nur bei über Jahre bestehender
Unfruchtbarkeit von Frau (und Mann) - sondern auch bei andren hartnäckigen Frauenleiden,
wie Eierstockentzündungen, Zyklusbeschwerden, Senkungen,
Wechseljahrsbeschwerden usw. Wäre es dann nicht auch in der Nachbehandlung von
Krebsoperationen notwendig, auf eine innere Reinigung des Körper zu achten?
Dr. Zimmermann: Was für alle Leiden zutrifft, gilt natürlich
in besonderem Maße auch für das Krebsleiden, welches sich nur auf dem Boden
eines gestörten Organismus und Stoffwechsels entwickeln kann! Hier schaffen in
der Tat nicht abgebaute und ausgeschiedene Körper- wie auch Umweltgifte einen
idealen „Nährboden". Wir sollten also den eher volkstümlichen Begriff
„Entschlackung" in einem modernen naturwissenschaftlichen Licht als Intoxikation, also eine Entgiftung
werten.
Lassen Sie mich
zusammenfassen, dass wir also bei weitem nicht so schutzlos und hilflos den
Krankheiten und insbesondere dem Krebs ausgeliefert sind, wie man denken
könnte, wenn man die Resignation der modernen Krebsforschung wahrnimmt. Hören
wir den großen Naturwissenschaftler Louis Pasteur, welcher - seiner Zeit weit
voraus - sinngemäß meinte: „Nicht die Schädigung an sich ist entscheidend, sondern
letztlich allein das Milieu, auf welches sie trifft."
BIO:
Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre interessanten und hoffnungsvollen
Ausführungen.
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